KW 44   30.10 - 05.11

Montag 30. Oktober
Der Goldene Oktober war auch diesem Tag noch vorhanden-fuer Morgen ist richtiges schauerliches Wetter angekuendigt worden.

Ein geplanter Besuch beim dem Swimclub konnte nicht stattfinden, ein wenig Zeit ist ja noch vorhanden. Im Swimclub Lakeside werden die Aussenanlagen gruendlich umgebaut. Der Schwimmberieb geht auch im Winter weiter, ueber einem Becken ist ein Zelt aufgebaut worden.
lakeside
Der Eingang zum Swimclub Lakeside.

Dieser Busch heisst "Brennender Busch" (Burning Bush)
busch


Und noch einmal etwas zum Grossereignis am  morgigen Dienstag.


Dienstag 31.Oktober Reformationstag
So haben wir es doch gelernt und am naehsten Tag ist frei wegen Allerheiligen.  Aber der Reformationstag spielt hier ueberhaupt keine Rolle. Waehrend in Deutschland die Protestanten brav an die 95 Thesen des Dr. Martinus denken, gibt man sich hier dem bunten Treiben am Vorabend des  Allerheiligen Tages hin.
Ueber die Vorbereitungen habe ich ja schon berichtet (Vorgaerten etc.). Aber was ich dann am Abend in der Hillcrest Ave zu sehen bekam, uebertraf alles .
Eine ganze Strasse hatte sich  Halloweenmaessig herausgeputzt und hunderte von Besuchern zogen an den geschmueckten Haeusern vorbei. Natuerlich bekamen die Kinder ueberall ihre Suessigkeiten (Trick or Treat - Suesses oder Saures).
Es regente zwischendurch einmal, aber das war nicht schlimm- in Gegenteil, da gab eine schaurig-kuehle- glitschige  Stimmung.
(Die gezeigten Schaedel sind alle aus Kunststoff, nicht dass wir das Probleme bekommen)


Kann aber ziemlich viel singen und sprechen.


Ein recht  munterer Geselle - Zaehne oK , aber das Zahnfleisch  ist nicht das Beste.



Romantisch bis auf die Knochen.

Da es dunkel war, gab sich auch Dracula die Ehre seines Erscheinens.

Flotte  Geister in Dantes Inferno.


Aufstehen, immer wieder Aufstehen.


Trick ot Treat- schoen ordentlich in line.


Schoen - waere das nicht auch etwas fuer uns daheim ???

Einen schoenen Feiertag wuenscht euch der Amerikafahrer. (my eigener virtueller Pumpkin here)


Mittwoch 1. November Allerheilgen
Der Mittwoch war hier kein Feiertag, wie es auch keine 2 Feiertage an Weihnachten, Ostern oder Pfingsten gibt. Aber bei den Oeffnungszeiten der Geschaefte rund um die Uhr ist der Unterschied zwischen Arbeitstag und Feiertag eher klein. Am Mitwoch hielten meine Gastgeber einen Diavortrag über ihre Reise durch Suedafrika in einem Seniorenhaus. Das ist  eine Appartementanlage der gehobenen Preisklasse. Es gibt die Appartemets in verschiedenen Groessen, die gekauft oder gemietet werden koennen.
speisesaal
Das ist der Speisesaal, der eher an ein Hotel oder Ozeandampfer erinnert.

Donnerstag 2. November
Am Morgen starteten meine Gastgeber zu ihrer geplanten Reise. Das war der erste Abschied, denn sie kommen erst wieder, wenn ich abgereist bin. Knapp 10 Wochen habe ich mit ihnen zusammengewohnt und es war eine schoene Zeit.


Am Mittag fuhr ich dann bei kaltem aber sonnigen Wetter in die Stadt , um mir das Louisville Science Center (www.louisvillescience.org) anzusehen. Es ist so etwas wie das "Experiment Haus" in Vaexjoe, besonders geeignet fuer Kinder. Darin ist auch ein Imax Kino, also ein Kino mit einer gewaltigen Leinwand. Man hat den Eindruck mittendrin zu sein.


Das Foucauldsche Pendel fehlte auch nicht und es bewegte sich.


Der Ohio sieht nur auf dem Bild so blau aus- das Wasser ist recht  schmutzig, denn nach den starken Regenfaellen in den letzten Tagen ist  sehr viel Boden und Müll im Fluss.


Und hier steht eine Kirche zum Verkauf.


und A.D. 2006 wird sie verkauft.  Zu ihren Gebäuden haben die Gemeinden  ein vernuenftiges Verhaeltnis. Sind sie zu klein, werden sie vergroessert oder es wird ein groesseres Gebaeude gekauft.  Wenn eine Gemeinde ein Gebaeude nicht mehr halten kann , trennt sie sich davon.  Es gibt Gemeinden, die neu entstehen und dann eine "gebrauchte" Kirche erwerben. Und wenn das Grundstueck gebraucht wird kann eine nicht benoetigte Kirche auch abgerissen werden.  (Es gibt hier weit mehr unterschiedliche Richtungen-Denominationen-  die alle ihre Gemeinden haben, mit Gebaeuden und allem was dazu gehoert und was finanziert werden kann)


Noch ein paar mal Frost und die ganze bunte Pracht ist weg.

Freitag 3. November
Ploetzlich (gegen 11am) besteht kein Zugang zum Internet mehr. Die Suche nach einer  Loesung beginnt. Sollte sich die Stoerung nicht beheben lassen, ist dies d
er letzte aktuelle Bericht aus Louisville. Die weiteren Berichte werde ich zwar schreiben, aber vermutlich erst in Dortmund auf den Server laden koennen. Vielleicht findet sich auch eine andere Loesung.
Sei es wie es sei: Auf Wiedersehen in 11 Tagen in Deutschland.





Der Gingkobaum verliert seine Blaetter, es sieht aus wie lauter Gold.


Samstag 4. November
Die Netzprobleme sind noch nicht endgueltig behoben. Um 10 Uhr brach die Verbindung wieder ab, die am Freitag-Abend  wieder dagewesen war.(Ausgerechnet bei der Uebetragung der Bundsligakonferenz)  Wenn die Verbindung manchmal besteht, dann ist das ja schon ausreichend zur Datenuebertragung. Doch leider ist das am Abend nicht der Fall.
Am Nachmittag war ich mit Karen und Nancy nach Wilmore gefahren zu einem Treffen der Emmaus Community Lexington und zur Versorgung der Pilger des #93 Emmaus Walk.
Ich wusste zunaechst gar nicht so richtig , um was es dabei ging.  Es wurde ein sehr beeindruckendes Erlebnis.



Die Pilger: sie sind auf einem 72 stuendigen, spirituellen Weg (von Donnerstag Abend bis Sonntag Nachmittag)  Dabei führen sie in Gruppen 15 Gespraechsrunden durch. Alle Pilger  (maennlich) sind Mitglieder von Gemeinden die sich fuer die Arbeit in ihren Gemeinden staerken. Die Emmaus Communty  sorgt  fuer die Pilger mit Mahlzeiten und durch Gebete. Es gibt diese Wege getrennt fuer Maenner, Frauen und Jugendliche.  (www.lexingtonemmaus.org)  Ich weiss nicht , ob es diese Emmaus Gemeinschaften auch in Deutschland gibt.
Ja, es gibt so etwas auch in Deutschland, siehe einfach mal dort www.cursillo.de


Die Pilger beim Abendessen

Gottesdienst der Community: Gebet fuer die Pilger: Die Sponsoren und Freunde der Pilger beteten ganz persoenlich fuer jeden einzelnen Pilger.  und Abendmahl

Candle-light fuer die Pilger: Die Pilger und ihre Begleiter zogen  in die Kirche ein. Die versammelte Gemeinde hatte brennende Kerzen und sang -vorher hatte ein Dudelsackspieler Amazing Grass gespielt. Den Pilgern wurden alle Staedte genannt, aus denen die Gottesdienstbesucher kamen - auch Dortmund und Hamburg,
von dort war eine Ausstauschschuelerin.


Man wartet auf den Einzug der Pilger.

Die Pilger sangen und die Gemeinde zog an ihnen mit den brennenden Kerzen vorbei und verliess die Kirche. Die Pilger und ihre Begleiter blieben in der Kirche.


Sonntag 5. November
Heute war ich noch einmal in Immanuel  UCC (dort war ich  zuletzt  am 3.9). In dieser Gemeinde gibt es Bestrebungen, die UCC zu verlassen. Allerdings nur bei einem Teil, der andere will bleiben. Den Gemeindeinformationen entnahm ich, dass die entscheidende Versammlung am naechsten Sonntag stattfindet.
Es war ein besonderer Sonntag der Laity Sonntag( Laien Sonntag), d.h eine Gruppe aus der Gemeinde gestaltete den Gottesdienst.
In einem Predigtteil spielte die bevorstehende Entscheidung eine Rolle.
Pastor Jim war an diesem Sonntag nicht da, er war zu einer Familienangelegenheit unterwegs.

Am Nachmittag war ich im Deutsch-Amerikanischen Club,  um dort ein wenig ueber Kirche und Deutschland zu erzaehlen. Ich habe diesen Vortrag insgesamt 8mal gehalten, mit Powerpoint und ohne.

Auch war das Interesse sehr gross. Viele Besucher haben enge Kontake zu Deutschland und sprechen auch noch deutsch- allerdings habe ich den Vortrag in engischer Sprache gehalten. Einige Gespraeche im Anschluss konnten Deutsch gefuehrt werden.

Das muss sein..

Nordrhein-Westfalen ist auch vertreten


Mainz ist die Partnerstadt von Louisville


Am Abend habe ich ganz einfach ins TV geschaut , Austin Powers Goldmember  und dann  Video " Day  of the Jackal"  und einen Bericht ueber den starken Schneefall in Louisville 1994.


kw44 6.11.2006
rev 25.3.2007