KW 43   23.10 - 29.10

Montag 23. Oktober
Nach der etwas anstrengenden Woche musste es heute das Update der  Homepage erfolgen, sonst  verliert man den Anschluss und es gibt Beschwerden von den Lesern.  Das will ja niemand. Danach konnte ich dann das Slugger Museum besuchen - das hat am Montag geoeffnet. Das Museum ist mit einer Fabrik verbunden, die Basballschlaeger herstellt. (Der Artikel  Baseball in der Wikipedia ist ganz gut, er verdeutlicht die nicht ganz so einfachen Spielregeln des Spieles)

Obwohl es schon recht kuehl ist, fuhr ich mit dem Fahrrad zum Museum (Mainstreet, Naehe 8te Strasse  Downtown Louisville) .Bei der Fahrt am Ohio konnte ich sehen, dass der Fluss schon deutlich angestiegen ist - manche Stelle, die vor wenigen Wochen noch zu begehen war, stand unter Wasser.

Zum Besuch gehoert eine Fuehrung durch die Fabrikation - da ist das Fotographieren sehr unerwuenscht. Darum nur ein paar Bilder vom Museum und von draussen.

slugger
Louisville Slugger                   www.sluggermuseum.org

bat
Der Riesenschlaeger

slugger1
Ein Blick in die Vergangenheit der Produktion

handmade
Frueher wurden die Bats mit der Hand gedrechselt- wie der Mitarbeiter hier zeigt. Es dauerte 30 Minuten bis ein Schlaeger hergestellt war. Heute dauert es 30 Sekunden bis ein Schlaeger maschinell gedrechselt ist.

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Batter und Catcher
Slugger
Pitcher wirft den Ball (mit zu 90 mph) in Richtung seines Catchers. Der gegenerische Batter versucht den Ball wegzuschlagen ...
und dann wird es sehr sehr schwierig zu verstehen. (Erklaerung ohne Gewaehr)

Slugger -Mainstreet

Mittlerweile verdraengen Football und Basketball Baseball von dem Spitzenplatz der beliebtesten Sportart.


24.-25-.26 Oktober
Leider hat mich am Dienstag die herbstliche Erkaeltung erwischt, bzw. sie ist dann sictbarund hoerbar geworden. Das laehmt bekanntlich den Geist auch noch. Aber ich bin ja nicht nur zum Spass hier, darum kurz ein paar Notizen der letzten Tage.

Am Dienstag fand das uebliche Bibelgespraech der Pastorinnen und Pastoren statt, das ich jetzt nur noch zweimal besuchen kann.
Am Abend hatte die Gemeinde Lynnhurst zu einem Brainstorming zur zukuenftigen Aktivitaeten der Gemeinde eingeladen.

Am Mittwoch besuchte ich eine Erwachsenengruppe in der Salem Kirche (UCC), um dort ueber die Kirche in Deutschland zu berichten.

Der Donnerstag war ein ganz trueber veregneter Tag. Aber  fuer diesen Tag war eine laengere  Fahrt nach Evansville (Indiana) geplant. Die Gemeinde Zion-Lippe hat seit 10 Jahren eine Partnerschaft mit einer Westfaelischen Kirchengemeinde.  Die Gemeinde Lynnhurst und die Gemeinde Scharnhorst informierten sich ueber die Schritte, die auf dem Weg zu einer Gemeindepartnerschaft gegangen werden koennen. (www.zionlippe.org)

zion

1895


Nach der Besprechung wurde ein gemeinsames Mittagesen in New Harmonie(Indiana) eingenommen. Ueber New Harmonie findet man gute Informationen in der Wikipedia.
New Harmonie hat eine einmalige Einrichtung. Dort gibt den Paul Tillich Park, einen Park fuer den urspruenglich Deutschland stammenden Theologen

"Der Paul Tillich Park ist ein 1000 m² großer mit Hügeln und Senken modellierter und mit Nadelbäumen bestandener Landschaftspark, durch den ein schmaler Weg hindurchführt. Am Rande der Hügel stehen drei Findlinge mit Inschriften aus Predigten von Paul Tillich, außerdem der Grabstein für Paul Tillich und - mit einem See im Hintergrund - James Rosati's Büste von Paul Tillich aus dem Jahr 1967. Die Inschriften wurden von dem gebürtigen Deutschen Ralf A. Beyer, einem Schüler von Henry Moore, in die Findlinge eingearbeitet. Der Park ist am 2. Juni 1963 (Pfingsten) in Anwesenheit von Paul Tillich eingeweiht worden.

Die drei Findlinge tragen in englischer Sprache die folgenden Inschriften (Übersetzung: Rüdiger Reitz):

Paul Tillich verstarb 1965 im Alter von 79 Jahren. Seine Asche wurde Pfingsten 1966 bei Sonnenaufgang in dem Paul Tillich Park von Jerald Brauer, Dekan der Divinity School, an der Tillich zuletzt lehrte, beigesetzt. Der Grabstein aus rotem Granit, der zwischen Tannen steht, erinnert in englischer Sprache an den 3. Vers des 1. Psalms: Paul Johannes Tillich 1886 - 1965. Und er soll sein wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blätter nicht verwelken, und alles, was er tut, gerät ihm wohl."
Zitat aus Wikipedia



Freitag 27.Oktober
Ich habe heute meine Erkaeltung gepflegt und absolut gar nichts gemacht ausser geschlafen und Radio gehört. Das Wetter ist absolut scheusslich, kalt und regnerisch - ich wuensche mir schon ein wenig von der Augusthitze zurueck. Man ist ja mit nichts zufrieden.
Mal sehen wie es morgen so ist. Ich hoffe in Dotmund gibt es noch ein paar Tage des goldenen Oktobers

Herbsttag

Rainer Maria Rilke

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.


(entnommen dem Projekt Gutenberg http://gutenberg.spiegel.de)


Samstag 28.Oktober
Es geht  wieder aufwaerts- heute ist ein richtig schoener sonniger Herbsttag. Am Nachmittag unternahm ich einen kleinen Spaziergang, um mich wieder an die frische Luft zu gewoehnen.
Zur  Zeit wird Amerika von zwei Dingen bewegt: von Halloween am 31. Oktober und von dem Wahltag am 7.November.  Beide Ereignisse praegen das Bild in den Strassen.
Wenn in Amerika gewaehlt wird geht es richtig zur Sache. Es werden die Mitglieder des Congress gewaehlt, Richter, Sheriffs, 1/3 der Senatoren und so fort. Große Plakatwaende in den Staedten gibt es nicht. Dafuer werden aber die Vorgaerten mit Schildern vollgestellt. Das geschieht natuerlich mit Genehmigung der Besitzer.

Die Qual der Wahl.

Selbst der kleinste Platz wird ausgenutzt.



Ein heisses Rennen laueft zwischen Anne Nortup (Republikaner, seit Jahren im Congress) und
John Yarnuth (Demokrat, moechte sie abloesen).

Das ist deshalb so spannend, weil es bei dieser Wahl indirekt um die Politik des Praesidenten. Verlieren die Republikaner die Mehrheit im Congress kann es sehr unangenehm fuer die Regierung werden. Deshalb war  Praesident Bush am Samstag Vormittag in Sellersburg (Indiana), noerdlich von Louisville und hielt dort eine Rede zur Unterstuetzung des republikanischen Kandidaten.  (Es war eine  heftige Rede, man konnte sie live im Internet verfolgen)

Wahlkampf wird in den Medien gemacht, mit Radio und Fernsehspots- die Zeit muss gekauft werden. Daher brauchen die Kandidaten ordentlich Geld, um alles zu finanzieren. In diesen Werbespots geht es hart zur Sache, so etwas habe ich in Deutschland noch nicht gehoert. Es geht meiner Meinung nac
h schon sehr ins Persoenliche. Ob alle Zitate immer im richtigen Zusammenhang gebraucht werden, ist mir nicht  klar. Und wer mehr Geld hat, kann auch mehr Sendezeit kaufen und seine Kampagne richtig wirken lassen.


Was auch immer das  sein mag - das Schild steht erstmal da.   Nach dem 7.November wissen wir mehr.

Ein paar weitere Informationen  zur Wahl habe ich aus tagesschau.de in eine PDF Datei uebertragen. (tagesschau .de hat natuerlich weit mehr Informationen, einfach mal anklicken)

Das andere Ereignis ist Halloween- ich weiss da habe ich schon mal was geschrieben, aber  seit gut 6 Wochen kann man dem nicht entkommen. Da  werden etliche Dollars in die Gaerten gesteckt, an die Tueren genagelt oder in die Baueme gehaengt.

Es wird wirklich Herbst, diesen Baum kenne ich noch als tiefgruen.

Wer weiss was da unter dem Baum noch alles zu finden ist.


Man sollte nicht jeden die Tuer oeffnen - es ist nicht immer der Postbote.






Ein Friedhof vor der Tuer - wer es mag, der mag es.

Eiin Blick in die herbstliche Dorothy Rd, mein direkter Weg zum Einkauf (Kroger 7 Tage 24 Stunden geoeffnet - sollte man nachts um 2 Uhr aufwachen und den Drang zum Einkauf verspueren - einfach hinfahren und einkaufen)

Der Herbst hat seine schoenen Seiten, auch wenn die Baeume ihre Blaetter verlieren.

Aber noch sind einige Blaetter da.


Sonntag 29. Oktober
Zeitumstellung !!! Ein Stunde laenger schlafen. Der Tag war gut gefuellt von Morgens  bis Abends.
Der Gottesdienst war etwas besonderes. Es war ein Heilungsgottesdienst /Salbungsgottesdienst. Jeder Gottesdienstbesucher /in konnte sich für sich selbst oder andere salben lassen. Viele nahmen diese Gelegenheit wahr.

Blick ueber den Taylor Blvd - ein goldener Oktobersonntag.


Gibt die Wirklichkeit nur ungenuegend wieder.


Am fruehen Nachmittag ein Ausflug nach Indiana zu Joe Huber- Family Farm & Restaurant (www.joehubers.com). Dort gab es ein Mais Labyrinth (Corn-Maze), man konnte sich Pumpkins kaufen und natuerlich auch essen (nicht nur Pumpkins). Da war der Baer los, denn es war das ideale Ausflugswetter und so waren hunderte Familien unterwegs, um zu essen, einzukaufen, Enten fuettern, und so weiter. So ungefaehr musste es bei "Bauer Ewald" zugehen.

Ich habe meinen Kürbis gefunden - und ihn leider wieder verloren.


Geister oder Schneemaenner/frauen



Alles was das Herz begehrt- und die wehende Fahne


Ist es der heilige Franz ?


Herbst in Indiana bei Joe Huber




Am Abend ein Konzert  im Kentucky Center of Arts

Chris Thile & The How To Grow A Band - Bluegrassmusik vom Feinsten.

Chris Thile spielt Mandoline, es ist kaum zu glauben was, er aus diesem kleinen Instrument herausholt. Aber auch die anderen Musiker(Gabe Witcher, Fiddle /Noam Pikelny, Banjo/ Bryan Sutton, Guitar/ Greg Garrison, Bass) waren wahrlich nicht schlecht.

Das war die Woche #43. Weiter gehts mit  #44 .


kw 43 30.10.2006
rev 25.3.2007